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Sansibar im Schulfoyer - "Wir holen uns Afrika hierher"

Fotoausstellung über die ostafrikanische Insel wurde bei getrommeltem Dreivierteltakt eröffnet

Die Schüler unserer Schule holen sich den schwarzen Kontinent nach Dabendorf. "Sansibar ins Gesicht geschaut" ist der Titel der Fotoausstellung die im Foyer und im Flur B1 ausgestellt ist.
In acht Jahren Projektarbeit der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule in Potsdam (RAA) mit Jugendlichen aus Brandenburg in Sansibar, sind die zahlreichen Exponate entstanden. Sie zeigen, eindrucksvoll festgehalten, verschiedenste Situationen aus dem Alltagsleben der Sansibaris. Erstaunliches und Kurioses wechselt mit Bildern, die nachdenklich stimmen.
Die Ausstellungseröffnung wurde von Lehrern und Schülerinnen zu einem Erlebnis für alle Sinne gestaltet. Mit frischem Obst, duftendem Tee, Trommelmusik und den imposanten Bildern, konnten die Besucher einen kleinen Ausflug nach Ostafrika unternehmen.
"Wir wollen Schüler und Besucher anregen, über ihren eigenen Horizont hinaus zu blicken", so Birgit Mitawi, Projektleiterin der RAA bei ihrer Eröffnungsrede. "Wenn die Leute an Afrika denken, stellen sie sich meistens arme Länder vor", sagt sie. "Aber Sansibar ist sehr vielfältig, dort gibt es nicht nur Lehmhütten, sondern auch Computer, Neubaublöcke und Wahlwerbung."
Die Ausstellung findet in Vorbereitung auf die Schulprojektwoche im Juni statt, bei der sich eine Schülergruppe mit Tansania und der dazugehörigen Insel Sansibar beschäftigen wird. Sozialarbeiterin Uta Hinze möchte zum einen erreichen, dass die Schule bunter gestaltet wird. Zum anderen ist sie voller Hoffnung, "dass die Schüler dadurch mit anderen Menschen und Kulturen in Berührung kommen und Tolerenz lernen".
Anfang nächsten Jahres werden sogar zwei Lehrerinnen und sechs Lehrer aus Sansibar in unsere Schule kommen und für zwei Wochen den Unterricht mitgestalten. Sybil Grohmann ist Lehrerin für Russisch und Französisch und verantwortlich für die Pflege der internationalen Kontakte der Schule. Sie berichtet, dass der Aufwand für einen Austausch mit einer Einrichtung aus Tansania zu groß wäre und deshalb "wollen wir uns Afrika hierher holen". Die Pädagogin möchte erreichen, dass die Schule möglichst viele Partnerschaften in aller Welt knüpft, da es einfach noch zu viele Vorurteile und Befangenheiten unter den Schülern gebe.
Befangenheit war unter den Gästen bei der Eröffnungsveranstaltung nicht zu spüren. Mit großer Begeisterung trommelten und klatschten Schüler, Lehrer und Gäste nach dem Rhythmus, den der Ghanaer Kofi mit seiner Trommel vorgab. Als er dann jedoch anfing, zum getrommelten Dreivierteltakt Walzer zu tanzen, wurde deutlich, dass Afrika gar nicht so weit weg ist, wie wir immer dachten.
(Text aus MAZ-Artikel von Lena Glauser)


(Foto von Dr. Rainer Reinecke, Jugendfreizeitklub "Leo" e.V.)


(Foto von Dr. Rainer Reinecke, Jugendfreizeitklub "Leo" e.V.)

 

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