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Jambo heißt auf Kisuaheli Hallo. Kisuaheli, die Sprache klingt fremd, manche Menschen mögen sie aus Afrikafilmen kennen. Andere haben noch nie etwas von ihr gehört. Wer die Dabendorfer Gesamtschule besucht, der kennt die Suaheli-Sprache mit Gewissheit. Schließlich hat die Schule seit 2006 eine Schulpatenschaft mit einer kleinen Schule auf der tansanischen Insel Sansibar an der Ostküste Afrikas. In das kleine Dorf Uzini im Inneren der Insel reisten im Sommer 2006 Lehrer der Dabendorfer Schule für viereinhalb Wochen.
Nach dieser Reise war klar, das Projekt musste weitergeführt werden. Im vergangenen Jahr waren dann sechs tansanische Schüler mit ihren Lehrern in Dabendorf zu Gast. "Unsere Schüler waren sehr offen. Wollten viel von den Gästen wissen und boten sich auch als Gastfamilien an", erzählt Karina Müller die schon 2006 auf Sansibar war. Zur Zeit wird in der Schule von 13 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräften ein weiterer Gegenbesuch akribisch geplant. An den Sonnabenden gibt es Seminare in denen viel über Land und Leute gesprochen wird.

Schülerinnen der 12. und 13. Klasse der Dabendorfer Gesamtschule bereiten sich auf ihre Reise nach Tansania vor.
Foto: Hansche

Zudem bereiten einige Schülerinnen der 12. und 13. Klasse ein Projekt zur Elektrizität vor, das dann in Uzini vorgestellt wird. Geplant ist auch die Errichtung eines Volleyballplatzes für die dortige Schule, sowie das Streichen des Schulgebäudes. "Als die Austauschschüler aus Sansibar bei uns waren, haben wir erlebt, dass sie sehr gerne Fußball und auch Volleyball gespielt haben. So kamen wir auf die Idee", erzählt die 19-jährige Sabine.
Sie freut sich schon jetzt auf die Sommerreise nach Afrika: "Ich habe doch nie wieder die Möglichkeit so eine fremde Kultur so hautnah zu erleben. Wenn man als Tourist dort hin kommt ist doch alles ganz anders." Die 18-jährige Sandra freut sich darauf, selbständig in dem fremden Land zu sein. Und Anita kann hier endlich ihr soziales Engagement zum Ausdruck bringen.
Sie alle sind nun auf verschiedene Weise bemüht, das nötige Geld für die Reise zusammen zu bekommen. Während die RAA - eine regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule des Landes Brandenburg einen Teil der Reise über Fördergelder finanziert, müssen die Schüler einen gewissen Eigenanteil aufbringen. Die Projekte die sich die Mädchen und Jungen ausgedacht haben, zeugen von viel Kreativität. So zogen sie z.B. zu Halloween nicht in den üblichen Gruselkostümen durch den Ort, sondern zogen sich die landestypischen afrikanischen Kopftücher - die Kangas an und erklärten den Leuten an den Haustüren ihr Projekt. Ein Kochbuch mit afrikanischen Rezepten kann in der Dabendorfer Schule erworben werden. Fünf Euro kostet das etwas andere Kochbuch, gibt man acht Euro aus, bekommt man sogar die nötigen Gewürze dazu. Auch ein Geschichtenbuch haben die Schülerinnen und Schüler erstellt. Zossener Kitakinder konnten den selbsternannten Geschichtenerzählern beim Vorlesen bereits zuhören. Wer dieses Projekt unterstützten will, kann sich auch als Sponsor für einen Spendenlauf Mitte Juni betätigen. Pro Runde spendet hier der Sponsor eine bestimmte Summe, die Schüler erlaufen sich sozusagen das Geld. Doch erst einmal öffnete an diesem Freitag in der Schule eine Fotoausstellung mit dem Titel "Hinter Sonne, Strand und Meer". Die Schülerinnen, sechs Studierende, eine Lehrerin und Birgit Mitawa, die RAA Projektleiterin und "Mutter" des Schulpatenschaftsprojektes recherchierten gemeinsam mit Lehrern und Lehrerinnen aus Sansibar, ob die Menschen auf der Insel die Milleniumsziele kennen und ob sich in ihrem Alltag etwas verändert hat seit dem Jahr 2000. Sie besuchten verschiedene Dörfer und lernten dort unterschiedliche Menschen kennen. Sie haben mit ihnen gesprochen, sie beobachtet, mit ihnen zusammen gearbeitet und für einige Tage ihren Alltag geteilt. Was sie während ihres Aufenthaltes aus Sansibar erfahren haben, zeigen die Bilder der Fotoausstellung. Zu sehen ist die Ausstellung für Besucher von Montag bis Freitag ab 9 Uhr bis zum Tag der offenen Tür am 21. Februar. Sollte Ihr Interesse geweckt worden sein und haben Sie Fragen, wie dieses Projekt von Ihnen unterstützt werden kann, wenden sie sich unter der Telefonnummr 03377 / 33 43 24 an Eva Laudi oder Karina Müller von der Gesamtschule Dabendorf. Beide beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen.

 

Geschwister-Scholl-Schule Zossen, Triftstraße 3, 15806 Zossen/OT Dabendorf, Tel.: 03377/334324, Fax.: 03377/303368, eMail: Scholl-Gesamtschule.Zossen|at|Schulen.Brandenburg.de