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Im Sommer fahren Dabendorfer Schüler nach Sansibar / Fotoausstellung erlaubt Blick hinter die Kulissen

Karibuni sana heißt auf Suaheli herzlich willkommen. Und herzlich willkommen geheißen wurden gestern kurz vor der Zeugnisausgabe Schüler, Lehrer und Gäste im Foyer der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Dabendorf zur Eröffnung der Wanderausstellung "Hinter Sonne, Strand und Meer".
Auf den 50 großformatigen Bildern ist zu sehen, was Urlaubern verborgen bleibt: wie in Sansibar an der Umsetzung der acht Millenniumsentwicklungsziele der UNO gearbeitet wird. "Eines dieser Ziele lautet, die Armut in der Dritten Welt bis 2015 zu halbieren. Tansania, der ostafrikanische Küstenstaat, zählt zu den ärmsten Ländern der Erde", erläuterte Julia Kaazke vom Freundeskreis Tansania. Bis jetzt sei insgesamt leider nur wenig passiert. Um so mehr bemühe sich unter anderen die RAA in Brandenburg (Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule) mit kleinen, aber ganz konkreten Projekten, die Insel Sansibar auf ihrem Weg in eine bessere, gerechtere Zukunft zu unterstützen.
Auch die Dabendorfer Gesamtschule engagiert sich - dank ihrer ehemaligen Schulsozialarbeiterin Uta Hinze - auf Sansibar. Seit drei Jahren schon gibt es partnerschaftliche Beziehungen zu einer Schule in Uzini.

Im Februar 2006 waren sechs Lehrer aus Sansibar zum ersten Mal im 9000 Kilometer entfernten Dabendorf zu Gast. Im darauf folgenden Sommer wurde die Visite von deutscher Seite erwidert.
Der größte Wunsch der Lehrer war damals, dass sich aus diesen Kontakten auch Schüleraustausche entwickeln mögen. Eva Laudi, die mit ihrer Kollegin Karina Müller das Projekt betreut, konnte nun berichten: "In den diesjährigen Sommerferien fahren zum ersten Mal 13 Schüler nach Sansibar."
Es soll aber kein Sommerurlaub werden. "Gemeinsam mit den Sansibaris wollen wir Klassenräume renovieren und einen Volleyballplatz bauen", so Laudi.
Dafür werden mindestens 3000 Euro an Spenden benötigt. Rund um die Ausstellungseröffnung hatten sich die Schüler deshalb etwas einfallen lassen, um das Geld zusammen zu bekommen. Für ein paar Münzen gab es zum Beispiel Maandazi, ein Ölgebäck aus Weizenmehl und Kokosmilch, das in Tansania zum Frühstück gereicht wird. Wer Durst hatte, konnte ihn mit Papaya-Orange-Lassi löschen. Lassi ist ein beliebtes und sättigendes Joghurt-/Fruchtsaftgetränk, das in den kleinen Straßencafés von Sanisibar-Stadt angeboten wird. Schüler des Kunstkurses warteten an ihren Stand mit selbst gestalteten Bildern und Lesezeichen auf, die man ebenfalls erwerben konnte. "Jede noch so kleine Spende ist uns willkommen", warb Kunstlehrerin Sonja Schulze. Für die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung sorgten Schüler des Musikkurses. Schulleiter Burghard Sattler freute sich darüber besonders: "Das ist ja aus dem 'König der Löwen'", merkte er sofort und dachte laut: "Ich fühle mich ein bisschen wie im Urlaub." Er hatte das Musical gerade erst im Weihnachtsurlaub in Hamburg gesehen.

MAZ, Heidi Borchert  

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