2019 – Unser Tag der offenen Tür

Vielfalt ohne Beliebigkeit

Tag der offenen Tür an der Geschwister-Scholl-Schule Zossen

Dabendorf • Nicht die Hülle zählt, sondern die inneren Werte. Das erlebten die zahlreichen interessierten Besucher beim Tag der offenen Tür an der Dabendorfer Gesamtschule, die im Foyer von Schülern mit einer Rose und zahlreichen Informationen empfangen wurden. Eine davon war Lena Menzel aus Blankenfelde-Mahlow, auf die Frage nach dem bisherigen Eindruck von der Schule meint sie: „Ich find sie ganz gut“.

Die Schülerin besucht derzeit die sechste Klasse der Grundschule Herbert Tschäpe und war mir ihrem Vater und ihrer Oma Thomas und Ursula Schwinzer angereist. Deren Sorge, dass Lenas Erstwunsch zum Besuch der Gesamtschule ab dem nächsten Schuljahr keine Berücksichtigung finden würde, konnte Deutschlehrerin Kathrin Kupfer zerstreuen. Die siebten Klassen starten fünfzügig, neben dem Abitur in zwölf Jahren kann man auch den „wesentlich entspannteren Weg“ bis zur 13. Klasse wählen.

Das unterstreicht auch Schulleiter Dirk Zobywalski, er freut sich über „das breite Angebot, das die Vielfalt der Schule zeigt“. Durch den Verzicht auf den einen speziellen Schwerpunkt können hier alle Schüler und Schülerinnen nach ihren Interessen und Neigungen gefördert werden. Viele Eltern nutzten sein Angebot zu individuellen Gesprächen, in denen es meist um die Besonderheiten des Kindes und die Laufbahnmöglichkeiten ging.

Neben dem Besuch der Regelklassen oder der Gymnasialklasse ist seit diesem Schuljahr auch der Unterricht in einer Praxislernklasse möglich. Das Konzept sieht von Beginn an vier Tage Unterricht an der Schule und einen Tag Praxis in einem Kooperationsbetrieb vor. In der 7. Klasse sind das vorwiegend soziale Einrichtungen wie Kitas oder Seniorenheime, im Jahr darauf Handwerksbetriebe und schließlich Industrieunternehmen.

Die Lehrplaninhalte sind identisch mit denen der anderen Klassen, aber es sind mehr praxistaugliche Aufgaben zu lösen, so dass die Schüler sehen, „wofür brauche ich das, was ich in der Schule lerne“, sagt Koordinatorin Ines Gaudl. Dieser Weg hilft bei der Persönlichkeitsentwicklung und trainiert das Durchhaltevermögen, dennoch sind alle Abschlüsse einschließlich Abitur möglich. Momentan besuchen 18 Kinder die Praxisklasse 7P, im kommenden Jahr sollen es mindestens 20 werden. Viele Unternehmen stehen dank der seit Jahren engagierten Arbeit in der Berufsorientierung problemlos für die Kooperation bereit.

Eine Vielzahl von ihnen war auch am Tag der offenen Tür präsent, von Klenk Holz über die Emons Spedition und die Mittelbrandenburgische Sparkasse bis zur TH Wildau gab es Ausblicke zu beruflichen Perspektiven. Auch Bär & Ollenroth, die Bundeswehr, ETB electronic, und das DRK waren vor Ort. Bei „Mach es in Brandenburg“ gab es nicht nur Berufsinfos, sondern auch kostenlose professionelle Bewerbungsfotos. Regelmäßig berät auch Mandy Lorsch von der Bundesagentur für Arbeit die Dabendorfer Schüler. Katrin Konrad meint als Verantwortlich dazu: „Wir reden nicht nur über Berufs- und Studienorientierung, wir leben sie!“

Traditionell findet im Januar der deutsch-französische Schüleraustausch mit einer Schule in Evry in der Nähe von Paris statt. In diesem Jahr waren die Franzosen wieder in Dabendorf zu Gast und absolvierten mit ihren Gastgebern ein abwechslungsreiches Programm. An diesem Tag gestalteten die Jugendlichen kreativ T-Shirts, die - oft mit deutschen und französischen Flaggen verziert – an die gemeinsamen Tage erinnern sollen.

Gemeinsam hatten Schulleitung, Lehrerkollegium und Schüler einen rundum gelungenen Informationstag organisiert. Dafür dass künftig auch die Hülle besser zu den Inhalten passt, wird der geplante Neubau sorgen. Die Finanzierung dafür steht auch ohne Bewilligung von Fördermitteln (MAZ berichtete), versichert Dirk Zobywalski. Die Grundsteinlegung soll im März 2019 erfolgen – und wenn alles klappt, wird das Schuljahr 2021/22 im neuen Schulgebäude eröffnet.

Text und Bilder

28.1.2019
Gerald Bornschein
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Die ersten 100 Besucher wurden mit einer Rose und alle mit Informationen begrüßt

Auch Musik spielt eine große Rolle an der Schule

Deutschlehrerin Kathrin Kupfer (links) im Gespräch mit Sechstklässlerin Lena Menzel aus Blankenfelde-Mahlow und ihren Angehörigen

Gelebte Berufsorientierung mit Klenk Holz/Emons Spedition/Mittelbrandenburgischer Sparkasse

Praxisbezogener Unterricht im Bereich WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik)

Experimente in Physik (hier mit dem Luftkissentisch) und in Chemie

Kostenlose Bewerbungsfotos gab es bei „Mach es in Brandenburg“

Im Rahmen des traditionellen deutsch-französischen Schüleraustauschs wurden T-Shirts gestaltet

Was wir allein nicht schaffen

Aufregend, anderes, viele !

Unsere Schulsozialarbeiterin hatte eine Idee. Ein Projekt, welches die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II zusammenführt.